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Der Energieausweis / Energiepass

Man hat sich den langersehnten Traum erfüllt und eine Immobilie gekauft. Man füllt sich richtig wohl und hat alles bezogen und sich überall umgemeldet bzw. angemeldet, doch es kommen die ersten Rechnungen ins Haus geflattert. Rechnungen von der Energieversorgung. Zu hoch für das eigentliche Budget. Was sollte man jetzt tun. Am besten ist es von anfang an einen Energieausweis beziehungsweise einen Energiepass, wie er im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung genannt wird, sich vom Verkäufer vorlegen zu lassen. Ein Energiepass kann dazu dienen die eventuellen Energiekosten schon vorher mit einzuplanen. Es gibt zwei Unterscheidungen des Energiepasses: der bedarfsorientierte Energiepass und der verbrauchsorientierte Energiepass.

Der bedarfsorientierte Energiepass basiert nur auf den energetischen Kriterien des Gebäudes. Im Gegensatz dazu kommt es beim verbrauchorientierten Energiepass auf den tatsächlichen Gebrauch der Immobilie an. Sprich, hat in dem Gebaäude vorher eine 4 köpfige familie gewohnt, ist der Energiebedarf natürlich weit aus höher als bei einem Junggessellen oder einem beruftätigen Ehepaar ohne kinder. Der Objektivere der beiden ist wohl der bedarfsorientierte Energiepass, denn er erfasst die energetische Gesamtqualität des Gebäudes und der verbrauchsorientierte Energiepass dokumentiert nur das Nutzverhalten der ehemaligen Bewohner.
Ab dem 1.Januar 2009 gilt für alle bewohnten Gebäude die nach 1965 gebaut worden sind eine energiepasspflicht, es kann jedoch zwischen den beiden Pässen gewählt werden. Erst ab dem 1. Juli 2009 müssen dann auch „Nichtwohngebäude“ einen Energiepass haben.
Den Energiepass für die Immobilie bekommt man von Hochschulabsolventen die in folgenden Bereichen studieren: Architektur, Maschinenbau, Bauingenieurwesen und so weiter.
Auch Meister im Bauhandwerk oder Schornsteinfegerwesen dürfen nach der EnEV 2007 (Energiesparverordnung 2007) einen solchen Energiepass ausstellen. Diese Personen dürfen für „Nichtwohngebäude“ und Wohngebäude einen Energiepass ausstellen.
Für den Energiepass der für Wohngebäude zuständig ist, kommen noch mehrere Personen in betracht. Diese Personen müssen zum Beispiel ein Studium mit den Schwerpunkt energiesparendes Bauen oder mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, in dem Bereich Hochbaus oder Energgiesparendes Bauen gesammelt haben.
Man möchte sein Haus ja ohne viele weitere Kosten verkaufen, daher schrecken viele Hausbesitzer davor zurück das der Energiepass Pflicht wird. Die dena (deutsche Energieagentur)hat einen Feldversuch unternommen und kam zu dem Ergebnis das etwa 60 Prozent der Energiepässe unter 300 Euro kosten. Die Kosten hängen meist davon ab, wie groß das Gebäude ist, ist es ein verbrauchsorientierter- oder ein bedarfsorientierter Energiepass. Auch die Datenaufnahme spielt eine große Rolle für die Kosten eines Energiepasses. Man sollte auf jeden Fall einen Energieberater zu Rate ziehen um die Kosten der energie im Vorfellt feststellen zu könen. Ein einmal erstellter Energieausweis eine Gültigkeit von zehn Jahren aufweist. Werden nach der ersten Beantragung noch weitere Modernisierungen durchgeführt, so lohnt es sich, einen neuen Energieausweis zu beantragen. Dies ist meist recht preisgünstig möglich, da nur wenige Angaben geändert werden müssen, die Gültigkeit sich aber wieder entsprechend verlängert.
Hier eine kleine Übersicht über die wichtigsten Daten die auf einen Energiepass drauf sind:
• Primärenergiebedarf
• Energieeffizienzklasse (A bis I) des Gebäudes
• Gebäudetyp, Baujahr und Wohneinheiten
• Dämmeigenschaften
• Effizienz der Wärme- und Warmwassererzeugung
• Endenergiebedarf, Verbrauchswerte Gas, Öl und Strom